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20.01.2007 – Ökologische Bauweise

Moderne Stadtvilla als Passivhaus mit umweltfreundlichen Baustoffen. Viele Passivhäuser, die es bisher gibt, haben eine starre Kastenform, “beklagt Karin Böhnke.„ Wir wollten lieber eins bauen, das auch hübsch ist.“

Durch das Staffelgeschoss wirkt der Neubau wie eine moderne Stadtvilla. Die verkappte zweigeschossige Bauweise bietet überall im Obergeschoss gerade Wände. „Und es sieht sehr gefällig aus,“meint Günter Böhnke. Das Passivhaus ist als Mehrgenerationenhaus geplant. Zu ebener Erde leben die Senioren. Die junge Generation hat im Erdgeschoss zusätzlich zum Eingang noch eine Wohnküche mit Zugang zur Terrasse sowie ein Gäste-Wc. Über eine Treppe geht es in den Wohn- und Schlafbereich im Obergeschoss. Da das Haus eine frei tragende Konstruktion hat, konnten die Innenräume sehr großzügig gestaltet werden. Die Holzständerbauweise ermöglichte auch eine kurze Bauzeit. Das Richtfest fand bereits nach dreieinhalb Wochen statt. „Wir sind überrascht von den Handwerken, die so schnell und ordentlich gearbeitet haben. Das ist wirklich eine Pracht,“ schwärmt die Bauherrin. Das Passivhaus in Handewitt soll nicht nur unabhängig von steigenden Energiekosten funktionieren, sondern auch „einfach zum Wohlfühlen sein“. Darum ist es aus nachwachsenden Baustoffen ( wie Holz, Holfaserplatten und Zellulose-Dämmung) erstellt. „ Hierbei ist mir meine langjährige Erfahrung mit Isofloc sehr zu gute gekommen,“ bekräftigt Günter Böhnke, der bereits seit 27 Jahren mit dem ökologischen Dämmstoff arbeitet.„Jetzt können wir die Vorzüge–wie z.B. den sommerlichen Wärmeschutz–selbst genießen. “Die diffusionsoffene Bauweise sorgt für ein erstklassiges Wohnraumklima. Böhnke:„Wir sperren die Leute nicht in eine Plastiktüte ein.“ Der Fachmann weist auch auf die Borsalz-Imprägnierung der Zelluloseflocken hin, die zugleich als Brandschutz dient:„Die Salzkristalle platzen bei 170 Grad auf und geben Kristallwasser frei. Das wirkt wie Löschwasser.“ Natürlich hilft die Dämmung auch, die Heizkosten zu senken.„Die Energieeinsparung ist uns sehr wichtig,“betont der Bauherr. Sein Passivhaus kommt ohne konventionelle Heizung aus. Solarkollektoren auf dem Dach sorgen für warmes Wasser. Und im Winter erbringt die Stückholzheizung die nötige Restwärme. Quelle: Das eigene Haus